… die “Höllenmaschine”, wie mein derzeitiges – wie soll ich sagen – “Sportgerät” und täglicher Wegbegleiter von einem Freund so schön bezeichnet wurde. Korrekt bezeichnet ist dies eine Motor(bewegungs)schiene.
Morgen sind genau 2 Monate seit meiner Knie-Arthroskopie vergangen. Da in den letzten Wochen seit dem Unfall und der daraufhin großartigerweise notwendigen Arthroskopie nicht allzu viel in meinem Leben passiert ist, aber besagtes Gerät derzeit eine große Rolle in meinem Leben spielt, bietet es sich doch an darüber zu bloggen – endlich mal wieder. Außerdem kann ich vielleicht einigen “Mitstreitern” auf diesem unfreiwillig beschrittenen Weg auf diese Weise einen Tipp geben möglichst schnell wieder fit zu werden.
Zuerst jedoch eine Warnung: Die Achziger lassen grüßen! ^^ Das Modell, weches ich derzeit von meiner Krankenkasse erhalten habe und hier zu sehen ist, scheint mindestens so alt wie ich zu sein. Anno 1983??
Aber sie erfüllt ja ihren Zweck, von daher will ich mal ruhig sein.
Eine Motorschiene dient der passiven Bewegung genauer Beugung des Knies nach Geschichten wie z.B. einer Patellaluxation nach der, im Zuge einer Arthoskopie, die Innenbänder und die Gelenkkapsel gerafft wurden. Das Gelenk muss nämlich sofort am nächsten Tag nach der OP bewegt werden. Fies, aber wahr! Hier ist aber auch zu beachten, dass dies nur in dem vom Arzt vorgegebenen Rahmen geschehen darf und nur langsam gesteigert werden soll. Gut… und es geht auch eigentlich NICHTS, also ist das was darf schon viel.
Also nicht zu ängstlich aber auch nicht übertreiben! Bewegung im Gelenk ist sehr, sehr wichtig!! Deshalb ist zusätzlich zu Physiotherapie, in der das meiste aktiv geschieht, die Bewegungsschiene unerlässlich für einen guten und erfolgreichen Heilungsverlauf und möglichst KEIN Rezidiv. So meine Theorie, doch ich habe da leider Erfahrung – rezidivlos, doch man hat ja bekanntlich zwei Knie… 
Aber wieder zur Motorschiene: Man kann die Geschwindigkeit der passiven Beugung und die maximale Gradzahl der Flexion einstellen und dann gehts los!

Zweimal täglich ca. eine Stunde ist eine “Runde” auf der Schiene zu empfehlen. In den ersten 6 Wochen post OP ist oft eine Limitation bis ca. 60° vom Operatuer angeraten. Danach geht es dann zur Sache und man muss die hoffentlich gut zusammengewachsenen Bänderstrukturen dehnen. Und das ohne Erbarmen!! Die meisten Geräre erlauen ein Training bis 120°.
Ich habe heute (2 Monate post OP) eine Flexion von 115° einstellen können!! Yeah!!! Nächste Woche habe ich dann das Maximum erreicht und dann sind die Tage vorbei, an denen ich 2 Stunden täglich auf der Schiene verbringen “darf”… fast schade! Aber auch nur fast…
P.S.: Der “Rest” der Beugung ab 120° bis zum “Anschlag” werden dann vom Physiotherapeuten sanft ins Knie gepresst… Viel Spaß!!! :-X
P.P.S.: Liebe Kinder, bitte nicht nachmachen!
Geschrieben von: Kathi
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